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Leponex: Pharmakologie und Klinik eines atypischen by W. Retz, M. Rösler (auth.), Prof. Dr. D. Naber, Prof. Dr. F.

By W. Retz, M. Rösler (auth.), Prof. Dr. D. Naber, Prof. Dr. F. Müller-Spahn (eds.)

Das "klassische" atypische Neuroleptikum Clozapin ist weiterhin eines der erfolgreichsten und am meisten verschriebenen Psychopharmaka. Abweichend von der ursprünglichen Indikation im Rahmen der kontrollierten Anwendung von Clozapin, die lediglich eine Verordnung bei schizophrenen Patienten vorsieht, die nachweislich auf klassische Neuroleptika mit Therapieresistenz oder schweren Nebenwirkungen reagieren, wurde die Indikation für Clozapin gerade in Deutschland in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten beträchtlich erweitert. Das vorliegende Buch beschäftigt sich u.a. mit bestimmten Patientengruppen (Kinder und Jugendliche, ältere Patienten mit gleichzeitiger geistiger Behinderung), mit bestimmten Indikationen (Patienten mit manischen Syndromen), mit Aspekten zur Verträglichkeit (Gewichtszunahme, therapeutisches Drug tracking) sowie mit pharmakologischen Effekten des Clozapins gemessen mit der funktionellen Kernspintomographie neuropsychologischer Funktionen.

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Hierbei ist das Alter der entscheidende Faktor für die lnzidenzraten. Kane et al. (1988) und Glazer et al. (1993) haben bei jüngeren, unter 50-jährigen Patienten eine Iahresinzidenz von 4% bis 5% gezeigt. Diese scheint über die Jahre linear zuzunehmen und betrug nach zwei Jahren 10%, nach drei Jahren 15%, nach vier Jahren 19%, nach fünf bis sechs Jahren betrug die Inzidenzrate 23% bzw. 26% (Kane) . Dagegen ist die Inzidenz bei älteren Patienten deutlich höher: Sie beträgt zwischen 20% bis 30% pro Jahr.

Trotzdem zeigten über die Hälfte (52%) Bewegungsstörungen. In der Vergleichsgruppe von chronisch schizophrenen Patienten, welche mit 57 Jahren etwas jünger war, war die Prävalenz von Bewegungsstörungen mit 67% höher. Dagegen fanden Chorfi und Moussaoui (1985) in einer Untersuchung von 50 Patienten, welche nie medikamentös behandelt wurden, keine Dyskinesien unter Verwendung der AIMS-Skala (Abnormal Involuntary Movement Scale). Allerdings waren diese Patienten mit durchschnittlich 24 Jahren deutlich jünger und mit einer Krankheitsdauer von 11 Monaten auch weniger schwer krank.

Smith 1996). Diese Richtlinien beschäftigen sich nicht primär mit der medikamentösen Behandlung geistig Behinderter, sondern allgemein mit Bewohnern von Langzeitpflegeeinrichtungen. Ihre grundsätzlichen Aussagen, insbesondere zum Einsatz von Neuroleptika, sind jedoch eine geeignete Diskussionsgrundlage für die Überlegungen zum Einsatz von Neuroleptika bei nicht-psychotischen Störungen geistig Behinderter, so daß sie hier kurz vorgestellt werden sollen . Nach diesen Richtlinien dürfen Neuroleptika in Heimen nicht ohne das - entsprechend in den Unterlagen dokumentierte - Vorliegen einer spezifischen Indi kation verabreicht werden.

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