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Jugendliche Wähler in den neuen Bundesländern: Eine by Hans-Peter Kuhn, Karin Weiss, Hans Oswald

By Hans-Peter Kuhn, Karin Weiss, Hans Oswald

Dieses Buch bedeutet, auch im internationalen Vergleich, eine Premiere:
Zum ersten Mal wurde das politische Verhalten junger Menschen untersucht, die gerade das modify erreicht haben, in dem sie an einer Bundestagswahl teilnehmen dürfen und die sich in dieser state of affairs für eine Partei oder die Wahlenthaltung entscheiden. Zum ersten Mal wurden Jugendliche über einen längeren Zeitraum vor dieser Wahlentscheidung untersucht um festzustellen, wie sich diese Entscheidung zusammen mit politischen Einstellungen herausbildet. Und zum ersten Mal wurden gleichzeitig über mehrere Befragungen hinweg auch Eltern und Freunde befragt, um abschätzen zu können, ob diese die Wahlentscheidung beeinflussen. Die Jugendlichen dieser Erstwählerstudie wurden zusammen mit ihren Eltern und Freunden zwischen 1996 und 1998, beginnend in der 10. Klasse, dreimal zu ihren politischen Einstellungen befragt. Ein viertes Mal füllten sie Fragebögen nach der Bundestagswahl im September 1998 aus, nachdem sie wahlberechtigt geworden waren.
Die zentrale Absicht dieses Buches besteht darin, die Handlungsweise dieser Jugendlichen am Wahlsonntag verständlich zu machen und zu erklären.
Warum gehen diese Jugendlichen zur Wahl oder enthalten sich ihrer Stimme? Warum entscheiden sie sich für bestimmt Parteien und lehnen andere ab? Die Ergebnisse bilden einen Beitrag zur Wahlforschung ebenso wie zur Sozialisationsforschung und zur Entwicklungspsychologie. Außerdem handelt es sich um einen Beitrag zur Transformationsforschung in den neuen Bundesländern, weil die Untersuchung in Brandenburg durchgeführt wurde. Das Buch richtet sich entsprechend an Soziologen und Politikwissenschaftler, an Psychologen und Erziehungswissenschaftler. Von praktischem Interesse sind die Ergebnisse für Politiker aller Parteien und für Lehrer aller Schularten, die das Fach politische Bildung unterrichten, sowie für andere Praktiker, die sich mit Jugendlichen auseinandersetzen und sie besser verstehen wollen.

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Wertorientierungen Mit dem gesellschaftlichen Prozess der Individualisierung und der damit verbundenen geringeren Intensität der Parteibindungen sowie der abnehmenden Prägekraft Sozialstruktureller Milieus sind in der empirischen Wahlforschung zunehmend Wertorientierungen als Determinanten des Wählerverhaltens ins Zentrum des Interesses gerückt. Die funktionale Wertwandeltheorie nach Klages ( 1985) sieht den Wertewandel im Übergang zur postindustriellen Gesellschaft in einer Abnahme von konventionalistischen Werten wie Pflichtbewusstsein, Ordnung, Gehorsam, Disziplin, Fleiß, Leistung, Anpassungsbereitschaft und Pünktlichkeit sowie in einer Zunahme von individualistischen Werten wie Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung, Kreativität, Fähigkeit zur Gesellschaftskritik und Hedonismus.

Welle. - 4. Welle im Vergleich zum Querschnittdatensatz der 4. Welle. Der Anteil weiblicher Jugendlicher ist im Längsschnittdatensatz 1. 4. Welle in der Untergruppe der Schulabgänger etwas höher, in der Untergruppe der Oberschüler gleich hoch, und in der Untergruppe der Gymnasiasten etwas niedriger als im Querschnittdatensatz der 4. Welle. In der letztgenannten Untergruppe entspricht der Anteil weiblicher Jugendlicher mit 60 Prozent sogar nahezu dem Anteil weiblicher Jugendlicher in der Grundgesamtheit der Gymnasiasten in der vierten Welle (59%).

Wenn von diesem ebenfalls keine Daten vorlagen, wurde auf den nächstgenannten zugegriffen. Berücksichtigt wurden die ersten sechs Nennungen befreundeter Mitschüler. Jedem Jugendlichen wurde auf diese Weise, sofern Angaben zu Freunden gemacht wurden, genau ein Datensatz zugeordnet. 1 dokumentiert, in wie vielen Fällen dies möglich war. Im Teilprojekt A erübrigten sich ab der zweiten Erhebungswelle die Fragen zu den befreundeten Mitschülern, da aufgrund der Schulabgänge und Schulwechsel nicht mehr an den Schulen erhoben werden konnte.

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