German 6

Die Unterwelt des Tierreiches: Kleine Biologie der by Friedrich Schaller (auth.)

By Friedrich Schaller (auth.)

Für die Biologie ist die Mehrschichtigkeit ihrer Probleme be­ zeichnend. Sie arbeitet gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Methoden. Ihre Aufgaben reichen von der "bloßen" Beschreibung und Ordnung der Objekte (der Organis­ males) bis zur Kausalanalyse ihrer Entwicklungs-und Lebensgesetze. Obgleich die erstgenannten deskriptiven Disziplinen (Systematik und Morphologie) historisch wesentlich älter sind als die experi­ mentell forschenden Zweige (Physiologie, Genetik) sind doch alle noch gleicherweise aktuell; denn auch heute kann keines der biologischen Grundprobleme als gelöst gelten. Die Zoologie allein hat über I Million bekannter Arten zu ordnen - und gewiß werden noch intestine 300000 neue Spezies hinzu­ kommen; denn die zoologische Erforschung der sogenannten Entwicklungsländer hat ja vielfach erst begonnen. Aber selbst in unseren Breiten sind wir mit dem Beschreiben und Ordnen noch lange nicht fertig, vor allem, wenn wir nach der Ökologie und Biologie unserer Kleintiere fragen. used to be wissen wir schon von deren Umwelt und Lebensgewohnheiten? Eines der dunkelsten Kapitel der "beschreibenden" Biologie struggle bis vor wenigen Jahren die Frage nach dem Leben und Treiben der Kleintierwelt des Erdbodens. guy wußte zwar, daß es da unter unseren Füßen von Würmern, Insektenlarven, Urinsekten, Tausendfüßern, Milben, Einzellern und anderem Kleingetier nur so wimmle - aber wer hatte schon deren lichtscheuem Getriebe zugesehen? Es mußten erst neue Methoden des Fanges, der Züchtung und Beobachtung entwickelt werden, um dem Boden seine zoologischen Geheimnisse entlocken zu können. Von diesen Methoden und Ge­ heimnissen soll hier erzählt werden.

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Die Unterwelt des Tierreiches: Kleine Biologie der Bodentiere

Für die Biologie ist die Mehrschichtigkeit ihrer Probleme be­ zeichnend. Sie arbeitet gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Methoden. Ihre Aufgaben reichen von der "bloßen" Beschreibung und Ordnung der Objekte (der Organis­ males) bis zur Kausalanalyse ihrer Entwicklungs-und Lebensgesetze.

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Er ist ein ganz echter Bodenbewohner, der auch am liebsten Springschwänze jagt. Seine flache, wurmartig bewegliche Gestalt erlaubt es ihm, die verborgensten Spalten 57 aufzusuchen. Hat er dort einen Springschwanz (von der weißen, blinden, sprungunfähigen Sorte) ertastet, so werden seine Bewegungen unglaublich rasch und wild. Meist packt er sein Opfer im ersten Zugriff mit den Kiefern. Gelingt dies aber nicht, etwa weil die Ritze, wo es sitzt, zu eng ist, so dreht er sicb, blitzschnell um, fährt mit der Zange hinein und greift es zielsicher.

Zt'l'lJroi:Je/ler ... s FJ AI Horizonl Kll/llyierle WIese B A~Horizonlkv/IIYlerl B Orgonisrhes Moleri(J1 , J fjg Eisenunlergrund Im BundCH(JI'iz(Jnl a s I b Abb. 21 a u. b . a Vertikale Verteilung der Kleintierfauna einer natürlichen und einer kultivierten Wiese in England (nach MURPHY 1953, aus BALOGH 1958). b Vertikale Verteilung einiger Milben und Springschwänze im A-Horizont (nach FORssLUND 1943). Fö = Förna, F = F-Schicht, H = Humus-Schicht. 1. ,er; 2 . Pla~ynothrus pe/ti/er; 3. Isotoma notabilis; 4.

Das ist heutzutage in sogenannten Klimakammern kein Problem mehr. Aber auch ohne solche lassen sie sich im Kleinen züchten, wenn man nur stärkere Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen in den Zuchtgefäßen vermeidet und das Pilzwachstum unterdrückt. Das gilt vor allem für die Kleinformen, die am meisten unter Kondenswasserbildung und Verpilzung leiden. Schwieriger ist es, ihre Lichtscheuheit und ihre Lust, sich zu verkriechen, zu überlisten. Man kann sie zwar in Zuchtschalen sperren, die einen glatten Boden haben, so daß sie sich einfach nicht verstecken können, aber dann zeigen sie oft nicht mehr das normale Verhalten, auch nicht nach langer "Gewöhnung".

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