German 7

Das Bild der Ausländer in der Öffentlichkeit: Eine by Zentrum für Türkeistudien

By Zentrum für Türkeistudien

Das Zentrum ftir Ttirkeistudien betreibt seit nunmehr zehn lahren Migrati­ onsforschung. Die Uberwindung der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland ist dabei ein wichtiges Ziel. AufkUirung und extensive Offentlichkeitsarbeit sind ftir uns die wichtigsten Instrumente, urn der Fremdenfeindlichkeit zu begeg­ nen. Dabei bedienen wir uns u.a. der Medien. Aber nach den Anschlagen von Solingen und in anderen Stadten mtissen wir unsere Arbeit in Frage stellen. Wir mtissen mehr tiber Mediennutzung und Medienresonanz wissen, urn un­ sere Offentlichkeitsarbeit zu verbessern und Aufkliirungskampagnen effekti­ ver zu steuern. Aus diesem Grund haben wir die vorliegende Studie der Au­ torengruppe am Institut flir Publizistik der Westfalischen Wilhelms-Universi­ tat, Mtinster, untersttitzt. Der Zusammenhang zwischen Fremdenfeindlichkeit und Medienbericht­ erstattung wurde bisher nur von der inhaltsanalytischen Seite erforscht. Dabei wird nur ungentigend berticksichtigt, wie der Empfanger der Nachricht rea­ giert. Die Studie der Autorengruppe unter der Leitung von Dr. Georg Ruhr­ mann ftihrt erstmals beide Forschungsansatze zusammen und liefert damit eine ausftihrliche Darstellung des Untersuchungsgegenstandes. Wir sind si­ cher, daB die Erkenntnisse der Studie in unserer taglichen Arbeit sehr ntitz­ lich sein werden.

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Vielmehr nehmen mit komplexer werdenden Gesellschaften auch Konfliktpotentiale zu. Eines der zentralen Probleme funktional differenzierter Gesellschaften ist, wie bereits angesprochen, die Schwierigkeit, Personen in die Gesellschaft einzubinden, ihre Inklusion zu sichern. Wenn dies nicht gelingt, ist besonders in Konfliktsituationen - zum Beispiel in wirtschaftlichen Krisen - die Gefahr groB, daB ethnische Semantiken auf die Tagesordnung treten. Die verlorene Inklusion wird wieder hergestellt (zum Beispiel ,wir Deutschen'), indem eine bestimmte Gruppe exkludiert wird (zum Beispiel AusHinder, Asylbewerber).

Auslandische Arbeitnehmer werden in zwei Drittel aller wertenden Artikel negativ dargesteIlt, Asylbewerber dagegen sogar in mehr als Dreiviertel aller FaIle (vgl. Merten 1987). Ein weiteres Ergebnis beider Untersuchungen ist die kulturspezifische Bewertung der Presseberichterstattung. So werden Griechen, Italiener und Spanier - die ,uns' durch ihrer Kultur, Religion und Tradition bekannt und vertraut sind - in den Berichten positiver dargesteIlt, als Auslander aus ferneren und weniger bekannten Gebieten.

Gelingt es den Medien, aufklarerisch zu wirken? Wie werden die Ergebnisse von Meinungsumfragen in den Medien dargestellt? Was sind die Ziele und Motive von Unternehmen und Organisationen, die Kampagnen gegen Fremdenfeindlichkeit organisieren? Welche (unbeabsichtigte) Folgen mtissen dabei einkalkuliert werden? 1 Das Thema Auslander in der Medienberichterstattung Ziel der folgenden Ausfiihrungen ist es, den offentliehen Diskurs tiber AusHinder und Asylbewerber naehzuzeiehnen. Diese UberJegungen basieren auf der These, daB die von Politikern gesproehene und von den Medien aktuell prasentierte Spraehe tiber Auslander und tiber Asyl Vorurteile gegentiber dem Fremden erzeugt und stabilisiert (vgl.

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